Aktuelle News:

Interviews mit Michael Rother, Rezensionen und Artikel / Update 07.01.2010
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Die Meldungen im Detail

The Quietus, "From Neu! To Kraftwerk: Football, Motorik And The Pulse Of Modernity", Artikel von John Duran, veröffentlicht am 06. Januar 2010.

TAZ. "Grönland schreibt noch keine schwarzen Zahlen". Portrait von Benjamin Weber über Herbert Grönemeyers Label Grönland, auf dem die Alben von Michael Rothers Gruppenprojekten NEU!, Harmonia und Harmonia & Eno ´76 erschienen sind. Veröffentlicht am 17.12.09.

Style And The Family Tunes, Ausgabe 4/4 2009: "Kraftwerk, NEU!, Harmonia - Die Vorgeschichte eines aktuellen Nachlebens". Artikel in deutscher und englischer Sprache von Sami Khatib über Michael Rothers Projekte und Kollaborationen aus den 70ern mit einem Interview des Autors mit Michael Rother und Fotos aus seinem Studio.

Ink19, "Michael Rother - Harmonia Convergence". Artikel über das Album "Tracks and Traces" von Harmonia & Eno ´76 mit einem langen Interview von Matthew Moyer mit Michael Rother. Veröffentlicht Dezember 2009.

MOJO Magazine (UK). Die Redaktion des britischen Magazins wählte das Album "Tracks and Traces" von Harmonia & Brian Eno ´76 in die Liste der "Reissues Of The Year" 2009.

SOUNDS (Deutschland), "Der Pionier im Spielzeugland", Artikel von Chris Wiesner über Michael Rother, mit Zitaten aus einem Interview. Erschienen am 06. November 2009 in Edition No. VII des Magazins "Sounds by Rolling Stone".

The Quietus, "Kosmische Polymath Michael Rother: Neu! Harmonia, Eno, Bowie & Making Peace With Dinger", langes Interview von Dr. Rock mit Michael Rother. Veröffentlicht am 03.11.09.

The Quietus, News-Artikel vom 2. November 2009.

Exclaim!. "Conversations" Oktober 2009 von Brock Thiessen mit Michael Rother.

Resident Advisor. Besprechung des Albums Tracks and Traces von Todd Burns, veröffentlicht am 23.09.09.

BLURT Online, Besprechung des Albums Tracks and Traces von Wilson Neate, veröffentlicht am 25. September 2009.

Telegraph, Besprechung des Albums Tracks and Traces von Peter Culshaw, veröffentlicht am 16. September 2009.

The Line of Best Fit, eine Besprechung des Albums Tracks and Traces von Matt Poacher, veröffentlicht am 24. September 2009.

Drowned in Sound, eine Besprechung des Albums Tracks and Traces von Alexander Tudor, veröffentlicht am 18. September 2009.

Euro-Rock Press (Japan), Interview von Keiko Sakurai mit Michael Rother anlässlich der Veröffentlichung seiner Alben "Flammende Herzen", "Sterntaler", "Katzenmusik" und "Fernwärme" in Japan bei Marquee Inc..

BLURT Online: "Krautrock Deluxe / Michael Rother". Ein ausführliches Interview in zwei Teilen von Wilson Neate mit Michael Rother, veröffentlicht am 17.09.2009.

CLASH Music, "Personality Clash", Harmonia Vs Jujiya and Miyagi. Michael Rother und David Best sprechen über Musik und ihre Projekte Harmonia und Fujiya and Miyagi.

BLURT Online von Fred Mills über ein Interview mit Michael Rother über NEU!.

Exclaim, Interview von Brock Thiessen mit Michael Rother

UNCUT Magazine (UK, Oktober 2009), "My Life in Music" mit Michael Rother. Ausserdem eine Besprechung des Harmonia & Eno ´76-Albums "Tracks and Traces".

Rolling Stone (Deutschland, Sept. 2009), Besprechung des Harmonia & Eno ´76-Albums "Tracks and Traces".

RAVE Magazine (Australien), 10.08.09, Interview von Matt Thrower mit Michael Rother über seine aktuellen Projekte und die Compilation "Brand NEU!".

Wir hatten eine Vision, Artikel von Philipp Holstein mit einem ausführlichen Interview mit Michael Rother, erschienen am 29.07.09 bei RP Online.

Pioniere aus Düsseldorf, Artikel von Tim Caspar Böhme, veröffentlicht in der TAZ am 28.07.09.

dB Magazine (Australien). Artikel von Patrick Lang über Michael Rother und die Compilation "Brand NEU!" mit Auszügen aus einem Interview des Autors mit Michael Rother und veröffentlicht in dB Magazine, Australien, # 471 vom 14. Juli 2009.

1LIVE. Besprechung der Compilation "Brand NEU!" von Frank Karch und Interview mit Michael Rother (07.07.2009).

The Quietus. Artikel über das neue Album der Engineers "Three Fact Fader". In dem Titel "Clean Coloured Wire" verarbeitete die britische Band ein Sample aus Harmonias Stück "Watussi" vom Album "Musik von Harmonia".

Exclaim.ca. Artikel von Brock Thiessen über die für September 2009 angekündigte Wiederveröffentlichung des Albums "Tracks and Traces" aus der 1976er Kollaboration von Harmonia und Brian Eno.

The Dwarf.com.au. Besprechung der Compilation "Brand NEU!" von Nat Salvo vom 26.06.09.

Music ist, wie ... Liebe" - FM4/ORF: Interview von Sophia Roma Weyringer mit Michael Rother, veröffentlicht am 10.06.2009.

"Hallogallo", ein Artikel auf FM4/ORF Online von David Pfister über NEU! und die Compilation "Brand NEU!" vom 10.06.2009.

Rheinische Post: "Die Band NEU! wird wiederentdeckt", ein Artikel von Philipp Holstein vom 09.06.2009.

The Ultimate Krautrock Playlist - In The NME Office von Nathaniel Cramp (27.05.09)

"The In Kraut", ein Artikel über NEU!, geschrieben von Nathaniel Cramp unter Verwendung von Zitaten aus einem Interview mit Michael Rother und veröffentlicht im NME (New Musical Express U.K., Ausgabe vom 29.05.09).

"Auch Oasis ehren NEU! - die Paten aus Deutschland". Der Artikel über die Compilation "Brand NEU! ist erschienen in Der Tagesspiegel vom 24.05.09 und wurde geschrieben von Markus Wesselmann unter Verwendung von Zitaten aus einem Interview mit Michael Rother

"Hofknicks vor den Krautrock-Königen", ein Artikel über NEU! und die Compilation "Brand NEU!", geschrieben von Christoph Dallach und veröffentlicht am 15.05.09 in SPIEGEL Online.

The Guardian - Music Weekly vom 15.05.09 von Paul MacInnes und Rosie Swash. Der Podcast enthält u.a. Interviews von Rosie Swash mit Jarvis Cocker und Michael Rother.

Q Magazine (UK), Ausgabe Juni 2009: "How To Buy: Krautrock". Eine Empfehlungsliste von Richard Harris.

"Musical tribute to krautrock band NEU!" , ein Artikel von Richard Clayton, erschienen an 10. Mai 2009 in Times Online, über die Veröffentlichung der Compilation "Brand NEU!". Michael Rother ist mit Auszügen aus einem Interview ebenso vertreten wie einige der Musiker/Bands, die sich von NEU! inspiriert fühlen und Titel zu dem Album beigesteuert haben.

The Independent, Review vom 02.05.09 über die Compilation "Brand NEU!" und geschrieben von Andy Gill.

"Kraut Of This World", erschienen im AU Magazine, Nordirland, (Ausgabe #56, Juni 2009) und geschrieben von Chris Jones über das Thema Krautrock. Der Artikel enthält Auszüge aus einem neuen Interview mit Michael Rother. Musiker und Bands, die sich von NEU! beeinflusst fühlen, wie z.B. Faris Badwan/The Horrors, David Holmes, Benjamin Power/Fuck Buttons und David Best/Fujiya & Miyagi äussern sich zu der Frage, warum ihnen die experimentelle Musik der 70er Jahre aus Deutschland auch 35 Jahre später noch Anregungen liefert.

Michael Rother spricht über seine Projekte NEU! und Harmonia in einem Interview mit Michael Kucyk für die erste Ausgabe des Mountain Fold Music Magazine, Australien, das im April 2009 erschienen ist und neben historischen Aufnahmen auch neue Fotos von Michael Rother aus einer Session vom März 2009 in Hamburg mit Stefan Marx enthält. Weitere Infos auch bei TwoThousand.

"Krautrock"
Ein 8-seitiger Artikel über NEU!, Harmonia und andere experimentelle deutsche Bands aus den frühen 70er Jahren. Geschrieben von John Doran und veröffentlicht in Record Collector (Ausgabe Februar 2009). Der Artikel enthält u.a. Zitate aus einem Interview des Autors mit Michael Rother.

Einige Kritiken zu ATP Australia und zu Harmonias Konzerten vom Januar 2009 in down under:
DiS (Drowned in Sound), von Rebecca Pellman über ATP Australia
Rave Magazine, von Andrew Tuttle über Harmonias Konzert in Brisbane
Rhythms, von Brian Wise über ATP Mt Buller
Gee muses, von Mike Gee über ATP Australien.

"Harmonia down under 34 years later"
Geschrieben von Stephen Walker am 30. November 2008 in "The Age Blogs: Noise Pollution" über NEU! und Harmonia.

"Michael Rother" (November 2008)
Ausführliches Interview von Tres Warren mit Michael Rother für Vice Magazine.

"Catching Up With the Krautrock Pioneer"
Ein Interview mit Michael Rother von Brandon Ginsburg für Junkmedia.org, veröffentlicht am 10. Oktober 2008.

(erstellt: 07/01/2010 )

"Tracks" (Arte tv) berichtet über Krautrock
Am 30.10.09 um 23.15h geht das Arte-Magazin Tracks in Interviews mit Michael Rother sowie den britischen Krautrock-Fans Fujiya & Miyagi, Tortoise und dem Londoner DJ Riton der Frage nach, warum die Musik deutscher Bands aus den 1970er Jahren wie z.B. Michael Rothers Projekte NEU! und Harmonia aktuell international auf mehr Interesse stösst als jemals zuvor.

Weitere Infos von Arte zur Sendung: Krautrock. (Französische Seite).

(erstellt: 31/10/2009 )

BBC-Filmdokumentation über deutsche Musik: "Krautrock - The Rebirth Of Germany"
Am 23. Oktober 2009 sendet die BBC eine Filmdokumentation über deutsche Musik aus den frühen 70er Jahren. Für "Krautrock - The Rebirth Of Germany" hat das BBC-Team um Regisseur Ben Whalley Michael Rother in Forst gefilmt und interviewt und portraitiert seine Projekte NEU! und Harmonia. Weitere Informationen folgen bald.

Ein Clip aus dem Beitrag über NEU! mit Michael Rother (Der Clip ist aus Urheberrechtsgründen leider nur in UK verfügbar!):





Der Informationstext des BBC Press Office:



Krautrock – The Rebirth Of Germany New series Friday 23 October 9.00-10.00pm BBC FOUR This documentary film examines how a radical generation of Krautrockers rebuilt a new German musical identity out of the cultural ruins of war. Overlooked in their own country, these bands were grouped under the unsympathetic heading of Krautrock by an inquisitive British music press, when Dad's Army and war jokes were the lingua franca of the times. Nearly all of the bands objected to the term, apart from when it helped to shift records. Today, Krautrock is one of the coolest influences any band aiming at credibility can drop. Devotees include The Fall, Franz Ferdinand, Radiohead and Kasabian. In 1968, the world was in the grip of a youthful revolution, and nowhere were the stakes higher than in Germany. Despite a post-war economic boom, the youth of the country felt that nothing had changed for a generation growing up in the aftermath of war. Power was still in the hands of an older generation and Germany's once magnificent artistic culture lay trashed and looted, much of it sullied by Nazi associations. For young people in cities like Berlin, Dusseldorf, Cologne and Munich, it was time for something new. Between 1968 and 1977, bands including Neu!, Faust, Can and Kraftwerk looked beyond Anglo-American pop to create some of the most radical and original sounds ever heard in the country. The experiments of Tangerine Dream, Kraftwerk and Cluster would give the world its first taste of electronica. By the late Seventies, some famous English and American ears took notice as David Bowie, Brian Eno and Iggy Pop decamped to Germany in an attempt to tap into the Zeitgeist. Meanwhile, in a studio overlooking the Berlin Wall, Iggy and Bowie would record Low, Heroes and Lust For Life, taking the sound and feel of Krautrock to the bank and to the world at large.

(erstellt: 05/10/2009 )

Harmonia und Brian Eno - Wiederveröffentlichung von "Tracks and Traces"
Am 18. September 2009 wird das Album "Tracks and Traces" von Harmonia und Brian Eno auf Grönland Records in Europa, USA, Japan und Australien wiederveröffentlicht. Die neue Version von "Tracks and Traces" enthält drei bislang unbekannte Titel aus der 1976er Kollaboration von Brian Eno, Michael Rother, Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius.

Im Booklet zu "Tracks and Traces" sind sowohl liner notes von Stephen Iliffe als auch Fotos aus der Session im Harmonia-Studio enthalten.

Weitere Infos stehen auf Michael Rothers MySpace-Seite hier.

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Cover (Promo-Version)



Hier der offizielle Pressetext von Grönland Records über das Album "Tracks and Traces" von Harmonia & Eno ´76 :

Magische Momente erzeugt man nicht per Knopfdruck, sie entstehen einfach so aus Zufall. Die Musiker von Harmonia ereilte so ein Moment völlig unerwartet im Spätsommer 1976. Zwei Alben lagen zum damaligen Zeitpunkt hinter der Band, „Musik von Harmonia“ (1974) und „Deluxe“ (1975). Beide Werke gelten heute als Klassiker des Krautrock und der elektronischen Musik, doch danach endeten die gemeinsamen Planungen. Alle drei Musiker waren rastlos und entwickelten Ideen für Soloplatten. Michael Rother verwirklichte sie mit „Flammende Herzen“, Hans-Joachim Roedelius mit „Durch die Wüste“ und Dieter Moebius mit „Lilienthal“. Doch dann trat ein gewisser Brian Eno auf den Plan. Er wusste längst über Harmonia Bescheid, hatte sich 1974 sogar mal spontan in ein Konzert der Band in der Fabrik in Hamburg eingeklinkt. Die Musiker bekundeten sofort Interesse an weiterer Zusammenarbeit und tauschten Nummern aus. Zwei Jahre später meldete sich Eno telefonisch bei Harmonia und fragte: „Passt es jetzt?“ Die Antwort: Hm, eigentlich nicht so ganz... – denn wir haben uns als Band gerade aufgelöst - ähem, ja, natürlich passt es!

Eno war damals gerade auf dem Weg nach Montreux, um mit David Bowie an „Low“ zu arbeiten. Der Mann kannte sich aus in der Hautevolee der Rockmusik, trat im Studio auf dem Land in Forst im Weserbergland aber sehr bescheiden auf. „Eno kam überhaupt nicht wie ein abgehobener Rockstar daher, war im Gegenteil sehr angenehm und interessiert. Wir trafen uns auf Augenhöhe und waren ein Kollektiv, das einfach Lust hatte, Musik zu machen, frei von kommerziellen Hintergedanken und dem Zwang, ein Album aufzunehmen. Für mich sind das die schönsten Arbeitsbedingungen, die man sich vorstellen kann“, meint Rother. „Mit Eno kam ein Geist mit großer Offenheit, unendlicher Spielfreude und einem enormen Fundus an Erfahrungen im Bereich populärer neuer Musik ins Spiel, und das hat offenbar die bereits verschlossene Tür öffnen können“, ergänzt Roedelius. Trotzdem hat die Öffentlichkeit lange nichts von diesen Aufnahmen gehört, zum Teil deshalb, weil sie nicht für kommerzielle Zwecke bestimmt waren, zum Teil aber auch deshalb, weil die Originalbänder bei Eno lange Zeit als verschollen galten. Zum Glück hatten sich Roedelius und Rother Kopien von den Vierspurbändern gemacht.

1997 erschien aus heiterem Himmel das Harmonia-Album „Tracks & Traces“ mit Ausschnitten aus den sagenumwobenen 76er-Sessions. Roedelius hatte das in seinem Besitz befindliche Material sondiert und in einem aufwändigen technischen Prozess editieren lassen. „Ich habe nichts anderes getan, als das Urmaterial (eines der insgesamt drei Vierspurbänder, die wir damals vollgespielt hatten) mit österreichischen Toningenieuren technisch so zu verbessern, dass man die Tracks auch anderen Hörern als uns zumuten konnte“, erinnert sich Roedelius. „Aufgrund von Disharmonien in der Band hat Achim damals die Musik im Alleingang zusammengestellt“, präzisiert Rother. „Die neun Titel aus dem Jahr 1997 sind daher in der atmosphärischen Gewichtung auch Ausdruck seiner Persönlichkeit. Möbi und ich waren über Achims Alleingang nicht froh, mussten aber zugeben: Haste gut gemacht! Immerhin: Wir haben uns dann noch über die Titel und das Artwork verständigt, Möbi und ich waren also in gewisser Weise involviert (lacht). Gegen die Musik aber gibt es überhaupt nichts zu sagen, sie ist wundervoll.“ Dem kann man nur beipflichten. Forsch rauscht in „Vamos Compañeros“ ein Groove in Gestalt eines sich wiederholenden Dampflok-Sounds heran. Nach dem idyllischen Abstecher „By The Riverside“ geht es sogleich in eine experimentell-abstrakte Phase mit düsterem Unterton über. Man hebt den warnenden Zeigefinger: „Don’t get lost on Lüneburg Heath!“ Nach einem „Weird Dream“ hellt sich die Stimmung wieder auf, vernimmt man wärmere, pop-ähnliche Akkorde und die von späteren Arbeiten Enos bekannte, hier jedoch von Rother gespielte Slide-Gitarre. Aber natürlich war das nicht alles.

Rother hatte ja auch noch seine Kopie in der Hinterhand, die seit 1976 bei ihm im Studio lag. Eines Tages entschloss auch er sich, die darauf enthaltenen Fragmente, 27 an der Zahl, zu digitalisieren. Daraus ließe sich womöglich ein ganzes Album machen, aber man verständigte sich darauf, drei Stücke als Ergänzung für die Wiederveröffentlichung des 97er Albums zu verwenden. „Zuerst habe ich mich gefragt, was ist musikalisch sinnvoll, welche der vielen Stücke gefallen mir besonders und reflektieren die musikalische Bandbreite unserer Zusammenarbeit mit Brian Eno am besten. Im zweiten Schritt ging es darum, die ausgewählten Stücke richtig in das bereits existierende Album zu integrieren. Ich schlug vor, sie nicht wie üblich als Bonustracks ans Ende zu stellen, sondern Aufbau und Abspielfolge zu verändern. Zum Glück waren alle Beteiligten damit einverstanden.“ Mit dem Entree „Welcome“ und dem anschließenden Track „Atmosphere“ baut sich das Album nun langsam auf, bevor es mit „Vamos Compañeros“ in der gewohnten Form wieder Fahrt aufnimmt. Am Ende verstärkt „Aubade“ den Eindruck eines versöhnlichen Ausklangs.

Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Nun liegt, 33 Jahre nach Entstehung des Materials, endlich eine rundum befriedigende Version eines lange verloren geglaubten Schatzes aus der Krautrock-Ära vor. Damit dürfte nun auch ein Schlussstrich unter das Kapitel Harmonia gezogen sein. Die Band war zwar nach Veröffentlichung des gefeierten Konzertmitschnitts „Live 1974“ vor zwei Jahren wieder aktiv und hat einige umjubelte Konzerte in Berlin, Großbritannien, USA und Australien gegeben, aber Rother und Roedelius haben übereinstimmend erklärt, dass es keine Fortsetzung der Live-Auftritte geben werde – auch wenn das für sie in mancherlei Hinsicht lukrativ wäre. Aber die deutsche Avantgarde der 70er hat sich nie von kommerziellen Interessen leiten lasen. Credo damals wie heute: Gute Musik entsteht ungefiltert aus der Künstlerseele heraus, nicht aufgrund von wie auch immer gearteten Strategien und Gedankenspielen. Und wie man an „Harmonia & Eno 1976 – Tracks and Traces“ sieht, verblasst Qualität unter diesen Umständen nicht. Auch Jahrzehnte später nicht. Also: Auf Spurensuche machen, bitte!

Harmonia & Eno ’76 / Tracks and Traces: Cat. No. CDGRON102

(erstellt: 09/09/2009 )

Harmonias Titel "Watussi" für neues Album der Engineers gesampled
Der Titel "Watussi" vom Album "Musik von Harmonia" inspirierte die britische Band Engineers zu dem sehr schönen Stück "Clean Coloured Wire", das auf ihrem neuen Album "Three Fact Fader" und als erste Single des Albums am 06. Juli 2009 auf dem Label kscope erscheinen wird. Mehr Infos zu der Band hier. Ein Edit von Clean Coloured Wire ist auf der MySpace-Seite der Engineers zu hören.

Ausgewählte Reviews und Presse:
The Quietus
glasswerk.co.uk
NME

(erstellt: 06/07/2009 )



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